Darmflora sanieren mit Probiotika

Eine gestörte oder zerstörte Darmflora kann viele Ursachen haben. Die Einnahme von Antibiotika, lang anhaltender Stress, falsche Ernährung oder auch eine Chemotherapie können die Darmflora schädigen.
Auch die regelmäßige Einnahme von Cortison, Säureblockern (PPI) oder Entzündungshemmer, wie ASS, Diclofenac oder Ibuprofen, können die Zusammensetzung der Darmflora ungünstig beeinflussen.
Diese angegriffene oder geschädigte Darmflora kann dann wieder vielfältige andere Erkrankungen auslösen oder begünstigen. Allergien, Magenbeschwerden, Völlegefühl, Durchfall aber auch häufigere Infekte oder ein geschwächtes Immunsystem können die Folgen einer gestörten Darmflora sein.

Darmflora sanieren – Wie funktioniert das?

Die Darmflora sanieren ist ein Prozess der nicht in kurzer Zeit möglich ist. Je nach Schwere der Schädigung oder Beeinträchtigung der Darmflora kann eine Sanierung zwischen vier Wochen und einem halben Jahr dauern. Je länger man sich aktiv um den Aufbau der Darmflora kümmert, desto besser, aber auch eine kurze Kur von 1-2 Wochen zwischendurch kann helfen eine geschädigte Darmflora wieder zu aktivieren.

Die Darmflora ist zwar sehr individuell, zumindest von der Zusammensetzung der Bakterien her, allerdings gilt je mehr Vielfalt an guten Bakterien, desto besser. Daher kann man eine Darmsanierung mit einer vier bis achtwöchigen Kur mit probiotischer Ernährung mit Ballaststoffen und viel frischem Obst und Gemüse beginnen. Wichtig ist dabei nicht nur auf probiotische Lebensmittel (Käse (nicht pasteurisiert), Kefir, Buttermilch, Sauerkraut, Kimchi) zu achten, sondern auch präbiotische Produkte (Bananen, Knoblauch, Weizenkleie, Artischocken, Porree), die die Nahrung für die Bakterienstämme bilden.

Unterstützend kann man natürlich auch zu Probiotika als Nahrungsergänzungsmittel oder Synbiotika, eine Kombination aus Pro- und Präbiotika, greifen. Einen Überblick über, unsere Meinung nach, gute Probiotika finden Sie in unserem Probiotika Test. Auch eine Kombination eines Probiotikums in Kapselform mit einem flüssigen Probiotikum kann die Wirkung weiter optimieren.

Beispiel für den Darmflora Aufbau mit Probiotika

Phase 1: In der ersten Phase nehmen Sie für etwa 3-4 Tage ein flüssiges Probiotikum nach Angaben des Herstellers ein, in der Regel ist dies ein- bis zweimal täglich. Empfehlenswert ist hier Combi Flora Fluid mit 24 unterschiedlichen Bakterienstämmen sowie Pflanzen- und Kräuterextrakten.

Phase 2: Nun nehmen Sie zusätzlich zum flüssigen Probiotikum ein Probiotikum in Kapselform, nach Angeben des Herstellers, ein. Hier ist, zum Beispiel Combi Flora Symbio mit 14 verschiedenen Stämmen probiotischer Bakterien sowie Präbiotik, geeignet.

Phase 3: Beide Probiotika nehmen Sie nun bis die Packungen leer sind ein.

Den Aufbau der Darmflora unterstützen

Förderlich sein kann es ausserdem in der Zeit der Darmsanierung auf eine basische Kost mit viel Obst und Gemüse und weniger tierisches Eiweiß zu setzen. Auch zuckerhaltige Speisen sollten nicht in größeren Mengen zu sich genommen werden, da diese das Wachstum von Pilzen begünstigen können.

Da bei einer Darmsanierung auch leichte Nebenwirkungen, besonders in der Anfangszeit, wie Blähungen oder leichter Durchfall auftreten können, empfiehlt es sich täglich mehrer Tassen Kräutertee zu sich zu nehmen. Dabei eignen sich, Fenchel, Anis oder Kümmel Tee sehr gut um den Magen und Darm zu beruhigen und Blähungen vorzubeugen. Die Kombination Koriander, Fenchel, Kümmel und Anis nennt sich “Vier-Winde-Tee” und ist nicht nur geschmacklich angenehm, sondern wirkt auch noch sehr gut.

Mehr als nur Darmflora aufbauen: Die Darmsanierung

Soll die Darmflora nicht nur wieder aufgebaut oder saniert werden, kann auch eine komplette Darmsanierung durchgeführt werden. Hierbei wird vor dem eigentlichen Aufbau der Darmflora der Darm zuerst auf natürliche Art gereinigt.

So funktioniert eine Darmreinigung: 

  • Flohsamenschalen: Flohsamenschalen quellen im Darm stark auf und können ihn so mechanisch reinigen. Ausserdem können Sie Giftstoffe binden. Empfehlenswert ist hier fein vermahlenes Pulver aus Flohsamenschalen. Bei der Einnahme UNBEGDINGT auf sehr viel Flüssigkeitszufuhr achten. Neben der reinigenden Funktion sind Flohsamenschalen gleichzeit präbiotisch.
  • Bentonit: Die Mineralerde Bentonit bindet die durch die Flohsamenschalen gelösten Ablagerungen und Toxine und ermöglicht eine Ausscheidung.
  • Optional: Grapefruitkernextrakt gegen schädliche Pilze und Bakterien, Chlorella-Algen zur Entgiftung, Gerstengras zur Unterstützung des Verdauungssystems

Nach der erfolgreichen Darmreinigung, kann man dann mit der Einnahme von Pro- und Präbiotika, wie oben beschrieben, beginnen.

Literatur zur Darmflora & Probiotika

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2 einfache Wege, um eine gesunde Verdauungsflora zu entwickeln.

Wenn wir über Mikroflora und die Sanierung von Darmbakterien nachdenken, sind probiotische Nahrungsergänzungsmittel im Allgemeinen das erste, was uns in den Sinn kommt – aber das ist nur eine Sache, die berücksichtigt werden sollte. Sie könnten eine Bootsladung Probiotika nehmen, aber es würde nicht viel nützen, wenn Ihr Lebensstil weiterhin Gewohnheiten beinhaltet, die Darmbakterien schädigen, wie die Einnahme von Antibiotika und das Trinken von stark gechlortem Wasser.

Die wohltuende Mikroflora im und am Körper braucht eine stabile Umgebung, in der sie wachsen und gedeihen kann. Wir wissen, dass der ideale pH-Wert im Dickdarm zwischen 6,7 und 6,9 liegen sollte. Ein pH-Wert von 7 ist neutral – alles unter 7 ist sauer und alles über 7 ist alkalisch. Der Dickdarm muss leicht sauer sein, was das Wachstum von unerwünschten Bakterien wie Salmonellen, Shigellen und E. coli hemmt.

Der beste Weg, um nützliche Bakterien im Darm wiederherzustellen, ist die Bildung von Säure, die das Wachstum verschiedener Lactobacillus-Bakterien fördert – solche mit bekannter positiver Wirkung. Hier sind ein paar einfache, aber effektive Wege, dies zu erreichen:

  1. Fermentierte Lebensmittel und Präbiotika
  2. Probiotische Nahrungsergänzungsmittel

Fermentierte Lebensmittel

Eine der besten Sachen, die Sie tun können, um Darmflora zu verbessern und zu verstärken, ist regelmäßig Nahrungsmittel zu essen, die eine Menge probiotische Bakterien enthalten – speziell fermentierte Nahrungsmittel. Man kann diese Gerichte auch als “probiotische Lebensmittel” bezeichnen.

Klassische fermentierte Lebensmittel sind reich an nützlichen Milchsäure bildenden Bakterien. Diese Bakterien sind es, die Milchprodukte auf natürliche Weise sauer werden lassen und Gemüse gären lassen. Im Verdauungstrakt helfen diese Bakterien, Kohlenhydrate zu vergären, die wir als Menschen nicht verdauen können. Die Nebenprodukte aus diesem Prozess helfen, den Darm sauer zu halten, was das Wachstum von schädlichen Organismen verhindert, während sich gute Darmbakterien stärker etablieren. Eingelegtes Gemüse, fermentierte Milchprodukte, Kefir und fermentierte Sojaprodukte sind einige Beispiele für traditionelle fermentierte Lebensmittel.

Der Verzehr von natürlich fermentierten Lebensmitteln versorgt den Darm nicht nur mit mehr dieser erwünschten Mikroorganismen, sondern unterstützt durch den zusätzlichen Säuregehalt auch die bereits vorhandenen Bakterien. Der beste Weg, um regelmäßig fermentierte Lebensmittel in Ihre Ernährung aufzunehmen, ist, Ihren eigenen Joghurt und fermentiertes Gemüse herzustellen. Denken Sie auch daran, wenn Sie traditionelle fermentierte Lebensmittel zu Ihren Mahlzeiten hinzufügen, ist es wichtig, jeden Tag eine kleine Portion davon zu essen. Am besten ein- bis zweimal täglich zu den Mahlzeiten.

Probiotische Nahrungsergänzungsmittel

Auch wenn das Essen fermentierter Lebensmittel der natürlichste Weg ist, die Vorteile probiotischer Bakterien zu nutzen und die Darmflora zu verbessern, finden es viele Menschen schwierig, fermentierte Lebensmittel auf einer regelmäßigen Basis zu konsumieren, oder sie mögen einfach den Geschmack nicht. Eine wirksame Alternative ist die Einnahme einer probiotischen Nahrungsergänzung.

Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir nicht, wie das perfekte Verhältnis zwischen bestimmten Bakterienarten und anderen Organismen im Körper sein sollte. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren und wenn wir ehrlich sind, werden die Zusammensetzungen wahrscheinlich je nach Alter, pH-Wert, Ernährung, Verdauungsenzymen, Klimabedingungen, Jahreszeit, Körperzusammensetzung usw. variieren.

Einige Forscher schlagen vor, dass für jemanden der gesund sein möchte,  mindestens 85 Prozent nützliche Bakterien im Darm enthalten sein sollten, um die Überbesiedelung von Mikroorganismen wie E. coli oder Salmonellen zu verhindern. Und solange der Anteil der schlechten Bakterien bei oder unter 15 Prozent bleibt, kann der Körper gesund bleiben.

 

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