Carmenthin – Erfahrungen von Patienten & Studien

Carmenthin ist ein  neues Mittel von Schwabe Pharma, das bei Verdauungsbeschwerden mit Blähungen und Völlegefühl hilfreich sein soll. Wie gut die Refahrungen mit Carmenthin sind und ob es Studien gibt, die die Wirksamkeit von Carmenthin belegen, lesen Sie in diesem Artikel.

Carmenthin Erfahrungen

Was ist Carmenthin?

Carmenthin sind Weichkapseln, die magensaftresistent sind und ihre Wirkung erst im Darm entfalten. Durch die speziellen, natürlichen Inhaltsstoffe sollen sie bei Blähungen, Völlegefühl und Magen-Darm-Krämpfen helfen können. Da die Kapseln die Wirkstoffe erst im Darm freilassen, wird der Magen geschont , ein lästiges Aufstoßen wie bei anderen Mitteln soll laut Hersteller nicht auftreten.

Was sind die Inhaltsstoffe von Carmenthin?

Carmenthin enthält als Wirkstoffe 90mg Pfefferminzöl sowie 50mg Kümmelöl.

  • Pfefferminzöl wirkt entkrampfend, schmerzlindernd und kann den Gallenfluss anregen. Zudem ist eine antimikrobielle, antivirale und harntreibende in der Naturheilkunde beschrieben. Die in Pfefferminzöl enthaltenen Hauptkomponenten sind Menthol und Menthon, darüber hinaus enthält es noch Menthylacetat, Flavonoide und Gerbstoffe wie Rosmarinsäure.
  • Kümmelöl wirkt krampflösend, blähungstreibend, verdauungsfördernd und appetitanregend. Zudem fördert es die Durchblutung der Magen-Darm-Schleimhaut und kann den Gallenfluss anregen. Außerdem wirkt Kümmel gegen Mikroorganismen (antimikrobiell) und Pilze (antimykotisch) und desinfizierend.

Beide Wirkstoffe in Carmenthin sind sehr hoch dosiert. Vergleicht man die Konzentration der beiden Wirkstoffe mit der von zubereitetem Tee nimmt man mit 2 Kapseln Carmenthin etwa das Äquivalent von 10,8 Litern Pfefferminz- und Kümmeltee zu sich.

Als weitere Hilfsstoffe sind enthalten: Gelatinepolysuccinat; Glycerol 85%; Polysorbat 80; Propylenglycol; Glycerolmonostearat 40-55; Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) (Ph. Eur.); Mittelkettige Triglyceride; Natriumdodecylsulfat; Natriumsulfat; Natriumchlorid; Sorbitol (Ph. Eur.); Titandioxid; Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O; Patentblau V; Chinolingelb

Wie sind die Carmenthin Erfahrungen?

  • Bei Amazon vergeben die Kunden im Schnitt 4 von 5 Sternen bei den Erfahrungen mit Carmenthin. Einige Anwender berichten von einer guten Wirkung bei Blähungen und Bauchschmerzen. Es gibt jedoch auch Patienten, bei denen Carmenthin keine Wirkung hatte.
  • Bei Medpex bewerten die Patienten Ihre Erfahrungen mit Carmentin durchschnittlich mit 4 von 5 Sternen (Stand: 30.06.2018). Dabei wird über eine “wunderbar entspannende Wirkung” sowie “schnelle und sanfte Hilfe” berichtet. Andere Anwender haben aber auch hier “keinen durchschlagenden Erfolg” oder keine Wirkung verspürt.
  • Noch etwas besser sind die Erfahrungen bei der Shop Apotheke. hier wird Carmenthin von Anwendern mit 5 von 5 Sternen (Stand: 30.06.2018) bewertet. Eine Anwenderin berichtet von guter Hilfe bei Reizdarm, ein anderer bei Linderung seiner Reizmagen-Beschwerden.

Gibt es Studien zur Wirksamkeit von Carmenthin?

Zu Carmenthin selbst gibt es bisher, nach meiner Recherche, keinerlei Studien. Zu den einzelnen Wirkstoffen dagegen schon.

In einer Studie aus dem Jahr 2000 (Effects of peppermint oil and caraway oil on gastroduodenal motility) wurde untersucht, ob die Einnahme von Pfefferminz- und Kümmelöl einen Einfluss auf die Aktivität und Bewegung (Motilität) des Darms hat. Dies wurde an sechs Teilnehmern mittels Manometrie überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass die Einnahme von Pfeffermiz- und Kümmelöl einen Einfluss auf die Anzahl der Kontraktionen sowie  die Entspannung der Muskulatur hat.

In einer anderen Studie wurde die Effektivität einer Kombination aus Pfefferminz- und Kümmelöl bei der Behandlung von nicht-ulzerativer Dyspepsie (Efficacy of a fixed peppermint oil/caraway oil combination in non-ulcer dyspepsia) untersucht. Die Dosierung lag dabei bei der gleichen Dosierung, die auch in Carmenthin enthalten ist. Dabei konnte festgestellt werden, dass bereits nach wenigen Wochen eine Verbesserung der Zielparameter in der mit Pfefferminz- / Kümmelöl behandelten Gruppe eingetreten war. Diese Verbesserungen konnten in der Placebo-Gruppe nicht festgestellt werden. Mehr als 60% der Patienten, die zu Beginn der Studie über mittelschwere bis schwere Schmerzen berichtet hatten waren nach wenigen Wochen schmerzfrei. Bei über 90% der Teilnehmer der Studie haben sich nach vier Wochen die Symptome signifikant verbessert.

In der Studie (The effect of enteric-coated, delayed-release peppermint oil on irritable bowel syndrome) wurde ebenfalls die Wirkung von Pfefferminzöl, das auch in Carmenthin enthalten ist, auf das Reizdarmsyndrom untersucht. Hier konnte eine signifikante Reduktion der Beschwerden sowie eine verbesserte Lebensqualität festgestellt werden. das in der Studie untersuchte Medikament Colpermin ist in Deutschland nicht erhältlich, ähnliche Produkte sind Delayed Release Peppermint Oil Plus oder auch Carmenthin.

Unser Fazit zu Carmenthin

Basierend auf den Carmenthin Erfahrungen die wir analysiert haben und den relevanten Studien scheint die Kombination von Pfefferminz- und Kümmelöl bei der Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden gut wirksam zu sein. Allerdings nicht bei jedem Patienten. Wichtig ist laut der Studien eine Einnahme über einen längeren Zeitraum hinweg.

Alternativen zu Carmenthin

Als natürliche Alternativen zu Carmenthin bietet sich natürlich eine Teezubereitung aus Pfefferminz- und Kümmel an. Hier sollte man aber bedenken, dass die Konzentration der Öle sehr viel geringer ist, als in den Carmenthin Kapseln. Um den Magen und Darm wieder in Schwung zu bringen können auch Probiotika hilfreich sein. Dazu zählt zum Beispiel Kijimea  oder Darmflora Plus Select.

Welche Nebenwirkungen kann Carmenthin haben?

Liegt eine Allergie oder Unverträglichkeit gegenüber Pfefferminzök oder Kümmelöl vor, darf das Mittel natürlich nicht eingenommen werden. Ansonsten sind neben selten auftretenden Magenbeschwerden wie zum Beispiel Aufstoßen keine Nebenwirkungen bei Carmenthin bekannt.

Wann und wie wird Carmenthin eingenommen?

Der Hersteller schreibt zur Einnahme folgendes:

Carmenthin® ist für Erwachsene und Heranwachsende ab 12 Jahren empfohlen. Betroffene nehmen 2-mal täglich 1 Kapsel ein. Die Kapseln werden unzerkaut mit ausreichend Flüssig-keit (z.B. 1 Glas Wasser) und mindestens 30 Minuten vor der nächsten Mahlzeit, am besten morgens und mittags, eingenommen. Sie können die Kapseln auch ohne die spätere Einnahme einer Mahlzeit einnehmen. Carmenthin® ist gut verträglich und kann über einen längeren Zeitraum angewandt werden. Eine langfristige Therapie ist sinnvoll, damit Carmenthin® nachhaltig wirken kann. Praktisch sind dafür die 3-Wochen-Packungen, mit denen Sie den Behandlungserfolg stufenweise beobachten können.

 

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