Probiotika gegen Chlostridium-Infektion

Eine Infektion mit Clostridien lösen sehr unangenehme Durchfälle aus, die sogar lebensbedrohlich sein können. Der sehr widerstandsfähige Darmkeim kann sich besonders dann stark vermehren, wenn die Darmflora, zum Beispiel durch Antibiotika Einnahme, stark geschwächt ist.

Das durch die Chlostridien produzierte Gift greift die Darmschleimhaut an und kann zu schweren Entzündungen führen. Diese zeigen sich dann durch plötzlichen wässrigen Durchfall, der Blut enthalten kann und typisch faulig riecht. Darüberhinaus können Fieber, Bauchschmerzen und Übelkeit auftreten.
Der Erreger Clostridium difficile wird in der Regel durch direkten Kontakt oder durch verunreinigte Gegenstände wie Toiletten, Klinken oder Handläufe übertragen.

Da Chlostridien sehr häufig geschwächte Menschen angreifen, treten sie sehr oft in Krankenhäusern, Kliniken oder Pflegeheimen auf. In den letzten Jahren sind Infektionen mit Chlostridien bei stationären Patienten um den Faktor 22 gestiegen. Zwar ist die Sterblichkeit bei einer Chlostridium-Infektion mit 1-2% im Durchschnitt recht niedrig, bei älteren Patienten kann der Darmkeim aber durchaus lebensbedrohlich sein.

Probiotischer Joghurt gegen Clostridien-Infektionen.Bessere Hygiene und – Joghurt

Clostridien vorbeugen lässt sich mit konsequenter und guter Hygiene, damit einzelne Erkrankte nicht weitere Patienten anstecken. Darüber hinaus scheint Joghurt ein gutes Mittel zu sein um Chlostridium-Infektionen vorzubeugen. Zu dieser Erkenntnis kommt Prof. Andreas Stallmach aus Jena. Der Gastroenterologe empfiehlt  Probiotika zur Vorbeugung einer Chlostridium Infektion. Pro Tag reichen, laut Prof. Stallmacher, dazu zwei Naturjoghurts oder flüssige Joghurtdrinks aus. Die darin enthaltenen probiotischen Bakterien können die Gefahr an einer durch die Einnahme von Antibiotika ausgelösten Chlostridium-Infektion zu erkranken halbieren. Einen ähnliche Effekt wir probiotischer Joghurt könnte auch der Hefestamm Saccharomyces boulardii haben.

Im direkten Vergleich mit der Therapie einer bereits ausgebrochenen Infektion mit Metronidazol, oder in schweren Fällen mit Vancomycin oder Fidaxomycin, sind die Kosten für eine vorbeugende Behandlung mit probiotischen Joghurts oder der Hefe Saccharomyces boulardii verschwindend gering.

Daher sollte sollten, so Prof. Stallmach, möglichst alle Patienten, die eine Verordnung von Antibiotika erhalten, möglichst früh auf die Möglichkeit mit probiotischen Joghurts Clostridien vorzubeugen, hingewiesen werden.

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